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Name:
Ole Buck (ole.buck@gmx.de)
Datum:Mi 07 Jan 2009 16:41:14 CET
Betreff:ads und spiele
 

Ich möchte als selbst betroffener (ads) noch einen nicht zu vernachlässigbaren grund der verbindung zur spielesucht einbringen. Ich leide (in anführungszeichen) selber unter einer ads störung in verbindung mit zwangs und angststörungen. Dadurch kann ich durch äußere einflüsse in so gennante Phasen (so nenne ich sie) fallen, in den die ads störung voll durchschlagen kann. Diese äußert sich in besonderen durch eine fast komplette außsetzten der selbstdiziplinierung. Das heißt im klartext das ich weiß es ist mist was ich mache bzw das ich etwas nicht mache, schaffe es aber nicht mich selber dazu zu bringen bzw es nicht zu tun. Ein Beispiel ist zb das ich in den letzten 3 monaten nur einmal meinen Briefkasten geleert habe.

Ich spiele auch selber aktiv mmos und andere spiele. Ob ich süchtig bin? Ich glaube nein, sicherlich meinen andere ja. je nachdem wie man sucht definiert.

Das problem das nicht behandelt wurde ob ads zur sucht führt oder ob die sucht nur (in anführungszeichen)ein teil ads führt.

Geht man davon aus das ads zur sucht führt kann man ads kranke als potenziel gefährdet einschätzen und vorsorgliche massnahmen ergreifen. Ist es dafür zu spät behandelt man die Sucht an sich.

Geht man aber wie ich davon aus das die sucht ein teil des ads problems ist (warum leg ich später da), hat eine suchtbehandlung in eigentlichen sinne keinen sinn da es keine Sucht in eigentlichen sinne ist, sondern ein zwang.

Die sucht ist ein teil des ads problemes, bzw ein zwang der durch das ads ausgelöst wird. Warum das phsychologisch so ist, kann ich nicht beschreiben, ich kann nur meine erfahrungen wiedergeben. Ich habe es "gebraucht" zu spielen wenn ich meine down phase hatte. Ich musste nicht der beste sein, ich brauchte keine große beachtung. Ich brauchte nur eine sache: eine einfache meinen bedürfnissen abgepasste beschäftigung, die mich nur soweit fordert wie ich es wollte. Und vor allen etwas wo ich die probleme die ich im rl (reallife, bezeichnung für das echte leben) nicht hatte, und auch sicher war sie nie zu bekommen. Und da ich nicht fähig war (noch bin wenns hart kommt) mich selbst zu regulieren was die zeit usw angeht drang es in den vordergrund und ich bin abgeschleift. der unterschied zur eigentlichen Sucht besteht darin, das ich mich auch auf andere sachen "fixieren" konnte, je nach dem was sich gerade angeboten hatte (essen, fernsehen, lesen, was sich gerade angeboten hatte). Nun befinde ich mich seit einem jahr in einer behandlung und ich kann sagen: es hilft. ohne das eine bahndlung des pc problems stattfandt, hat es sich mit der behandlung des ads automatisch verbessert/aufgelöst. Zumndestens in den normalen, den hoch und den kleinen downphasen. Die großen Downphasen sind ein fall für sich, da geht nicht viel.

Abschließent möchte ich noch anmerken das ads nicht wie angenommen eine "Kinderkrankheit" ist, sondern ebensogut erwachsene betreffen kann. Es ist eine Störung, und die verwächst sich nicht mit der pubertät, auch wenn die krankenkassen es anders sehen. Aber die haben sicherlich noch andere gründe für ihre meinung.

Ansonsten möchte ich noch allen eltern und betroffenen sagen: Einfach aufhören ist nicht einfach, und vorallen hart. Man kann es mit dem ausstieg aus einer alkoholsucht vergleichen, einfach einschließen ist nicht nur ein schlechter weg, sondern auch gefährlich. Man sollte sich nicht schähmen auch ärztliche hilfe in anspruch zu nehemen. In meinen fall wurde begleitent antidepressiva gegeben, die mir die sache sehr erleichtert haben. Und es geht nur mit hilfe, die anderen vieleicht blöd vorkommt. Und spart nicht mit lob und anerkennung für jeden klein kram. Den das war auch etwas das das spiel gemacht hat. Es gab mir anerkennung für jeden fzru den ich gelassen habe. Wenn ich das nicht am anfang auch von anderen bekommen hätte, hätte ich es sicherlich woanders geholt. wo kann sich sicher jeder denken.

Ich hoffe das ich eventuell jemanden helfen oder tipps geben konnte, und stehe auch gerne für fragen oder kritik oder anderes zur verfügung.

Mfg Ole Buck

PS: ein ende der sucht/des zwanges muss nicht ein leben ohne sein, aber ein geregeltes maß muss eingehalten werden


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